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WIE ALLES BEGANN

Auswandern?

Eine Auswanderung war für mich (Alex) immer ein sehr großes Wort, welches ich vermutlich nie leichtfertig angegangen wäre. Ich träumte aber immer schon davon, eine Zeit im Ausland zu arbeiten und neue Erfahrungen zu sammeln.

Bereits nach meiner Ausbildung und während meines Studiums habe ich öfters mit dem Gedanken gespielt, eine Zeit lang in einem englischsprachigem Ausland zu leben und zu arbeiten. Auch ein Auslandssemester konnte ich mir vorstellen. Das hat jedoch alles damals noch nicht in mein Leben gepasst.

 

Nach meinem Studium und dem Fakt, dass ich dadurch nicht mehr gebunden bin, wurde das Thema Ausland immer mal wieder hochgespült. Ich habe zu diesem Zeitpunkt bereits in einem internationalen Supply Chain Management Konzern gearbeitet, sodass die Möglichkeit, in der Theorie auf jeden Fall, schon einmal bestand.

Nach 2 Jahren im Konzern startete ich im Oktober 2017 den ersten Versuch das Thema Ausland anzusprechen. Tatsächlich hieß es in ersten Gesprächen, dass es in der Theorie auf jeden Fall möglich sei. Somit startete ich erste Gespräche mit Personen, welche u.a. die USA Geschäfte verantworteten. Darauf folgten Gespräche mit HR und Kollegen vor Ort in den USA, denen ich von meinen Plänen, der Motivation und meinen Fähigkeiten berichtete. Leider ließ eine Absage nach einigen weiteren Gesprächen nicht lange auf sich warten. Ich hatte einfach noch zu wenig Erfahrungen um mich gegen lokale US Bewerber durchzusetzen.

 

Enttäuschung

Die Enttäuschung nach dem ganzen Aufwand war groß. Glücklicherweise erhielt ich parallel eine neue Stelle in DE, welche schnell für Ablenkung sorgte. Den Gedanken ins Ausland zu gehen, hatte ich jedoch nie aus meinem Kopf gestrichen.

In meinem neuen Job war ich sehr viel unterwegs, bin häufig geflogen und konnte so viele Länder bereisen.

Es waren zwar immer nur kurze Trips, dennoch genoss ich die Zeit sehr.

 

Da Svenja den gleichen Traum vom Auswandern hatte, war das natürlich keine Entschädigung für uns beide. Ich sprach das Thema Ausland in meiner Firma deshalb immer mal wieder an. Auch platzierte ich den Wunsch nach einer Auslandserfahrung bei vielen wichtigen Stakeholdern, die auf meiner Reise durch den Konzern noch von Relevanz sein konnten.

 

Auf einem Meeting in Russland traf ich einen Kollegen aus den USA, welcher selbst vor einiger Zeit ausgewandert war. Auf dem Weg zum Flughafen saßen wir 6 Stunden zusammen im Taxi und unterhielten uns ausschließlich über dieses Thema.

Ich fand es spannend welchen Weg er gegangen war und gab ihm mein Interesse mit, falls er mal jemanden mit Kenntnissen aus dem deutschen Mutterkonzern in den USA benötigt.

 

Oftmals ist es tatsächlich so, dass Experten aus verschiedenen Fachbereichen für Projekte in den USA gesucht werden. Dabei ist es oft schwer, Kollegen zu finden, die dann auch wirklich "rüber" gehen wollen (sei es wegen Familie, Frau, Kinder oder anderen persönlichen Beweggründen). Da wir weder Kinder noch andere Verpflichtungen hatten, wären wir sofort bereit gewesen, los zu ziehen und unsere Zelte abzubrechen. Wir blieben danach noch in Kontakt und chatteten immer mal wieder.

 

Neue Chance?

Im Dezember 2019 meldete er sich und fragte, ob ich immer noch Lust auf die USA habe und mir vorstellen könnte, für einen unserer Kunden in der Nähe von Chicago Verantwortung zu übernehmen. Nach einigen Calls und Gesprächen zu den Rahmenbedingungen, bahnte sich die nächste Enttäuschung für mich an. Es gab einen externen Bewerber, der von der Stelle erfahren hatte und jahrelange Erfahrung aus dem Bereich mitbrachte. Diese Situation kannte ich bereits und befürchtete daher nicht Gutes. Die Gespräche reichten bis  in den Januar 2020 hinein. Nach erneutem Hoffen und Bangen hieß es dann leider, dass die Firma sich aufgrund der Kompetenz und Erfahrung des Mitbewerbers, für ihn entschieden hatte. Damit war das Thema leider erstmal wieder vom Tisch.

 

Mein Chef hatte davon mitbekommen und kannte meinen Wunsch, im Ausland arbeiten zu wollen. Eines Donnerstagabends, im Februar, bekam ich eine SMS von meinem Chef. Es war 10 Uhr Abends und wir waren gerade dabei, für Svenja nach einem Geburtstagsgeschenk zu gucken. Da ploppte diese Nachricht auf dem Bildschirm auf: "Möchtest du ab Mittwoch für 4 Wochen nach Chicago, eine neue Stelle im Projekt Management ausprobieren?" What?! Wie krass ist das denn?! Ich hatte nur bis zum nächsten Morgen Zeit, mich zu entscheiden. Svenja und ich schauten uns an. Wir waren Baff! Auf der einen Seite wussten wir, dass das unsere Chance ist, auf der anderen Seite wollten wir keine 4 Wochen voneinander getrennt sein. Am nächsten Morgen ging es zu meinem Chef ins Büro, mit der Info, dass ich natürlich gehen werde! Ich erfuhr, dass er das alles möglich gemacht hatte und die letzten Tage und Wochen so einige Telefonate geführt hatte. Dafür bin ich ihm sehr dankbar. Er hat immer an mich geglaubt und mir sein Vertrauen geschenkt, vor allem im Hinblick auf die USA.

 

Ich hatte also nur ein Wochenende als Vorbereitung. Wir mussten unter Anderem den Flug buchen, einen neuen Koffer für mich kaufen und Svenja's Geburtstag am Sonntag feiern.

Wir luden meine Familie ein, um Svenjas Geburtstag und gleichzeitig meine "Verabschiedung" zu feiern. Meine Familie war natürlich etwas überrumpelt, jedoch kannten auch sie schon lange unsere Träume und hatten vollstes Verständnis für uns.

 

Der Abschied am Dienstagmorgen fiel uns schwer. Ich fuhr bereits gegen 4 Uhr morgens zum Frankfurter Flughafen und startete ins Abenteuer.

 

Während der ersten Woche vermissten wir uns sehr. Deshalb buchten wir einen Flug für Svenja.  Wir wollten keine 4 Wochen warten, bis wir uns wieder sehen und außerdem war es eine gute Möglichkeit für  Svenja, unsere potentielle neue Heimat zu sehen und zu begutachten. Sie nahm sich Urlaub und besuchte mich in der letzten Woche.

 

Wir fühlten uns super wohl und wohnten in einem Apartment in Kenosha, Wisconsin. Direkt um die Ecke war Chicago, sodass wir am Wochenende unsere neue "Hood" zusammen erkundeten und ein schönes Wochenende in Chicago hatten.

Wir fanden bereits Freunde in der Journey Church, die uns Abends zum Essen einluden. Wir freuten uns auf eine Zukunft in Chicago und wussten, dass wir nach unserem Rückflug und der Fertigstellung der Formalitäten, wie dem finalen Vertrag, VISA, Svenjas Job kündigen, Wohnung aufgeben, etc. bald wieder hier sein werden.

 

Da wir uns mittlerweile im März 2020 befanden, ist auch das Corona Virus in großen Teilen Amerikas und Europas ausgebrochen. An dem Mittwoch unseres Rückflugs gab der amtierende US Präsident bekannt, dass ab Freitag die USA ihre Grenzen dicht machen und keine Einreisen von Europäern mehr akzeptieren würden.

Wir begriffen zu diesem Zeitpunkt noch nicht, was das eigentlich bedeuten würde.

 

Aus und vorbei?

Zurück in Deutschland begannen die Gespräche zum Vertrag, VISA, etc. Auch machte ich das Projekt in den USA erst einmal remote aus Deutschland weiter und versuchte, es aus Deutschland zu leiten. Leider ergab sich nach einigen Wochen, dass auch die Botschaften in den Lockdown gehen und alle VISA Prozesse abgebrochen und vorerst keine Verfahren mehr angenommen werden. Auch gab es keine Einreisen mehr in die USA (außer für amerikanische Staatsbürger). Nach 4-5 Wochen entschieden wir uns, dass ich die Projektleitung wieder an einen lokalen Kollegen übergebe, da es nicht absehbar war, ob und wann die Grenzen wieder öffnen. Das Thema USA hatte sich ein weiteres Mal schmerzhaft verabschiedet.

 

Ich bin froh, dass ich meine aktuelle Stelle in Deutschland weiter machen durfte. Mein Chef sagte mir jede Unterstützung zu, das Thema Amerika weiter anzugehen, sobald das nach der Pandemie wieder möglich sein werde.

Das Jahr 2020 ging also für uns in Deutschland weiter. Die Corona Pandemie  und die massiven Einschränkungen im gesellschaftlichen Leben sowie die Lockdowns führten dazu, dass der E-Commerce bereits im März und April auf das Vorjahresniveau der Black-Friday Season stieg. Es war zwar spannend, das Jahr über in so einer besonderen Zeit das Transport Management für unsere Consumer Products Mandanten zu managen, jedoch blieb immer der Gedanke, dass wir ohne dieses Virus eigentlich woanders sein könnten.

 

Cali is calling!

Ende 2020, in einem Leistungs- und Entwicklungsgespräch, ging es um meine Erwartungshaltung und Weiterentwicklung. Allen Beteiligten war eigentlich klar, dass der Traum Amerika noch immer nicht begraben war. Mein Chef versicherte mir, dass er alles versuchen würde, um mich nach Amerika zu "bekommen".

Am 02.12. kam mein Chef zu mir und sagte, dass er am 03.12. mit mir und HR telefonieren möchte. Es ginge wohl um eine neue Opportunität in den USA.

Im Call ging es dann tatsächlich um eine neue Möglichkeit, um für ein Projekt in die USA zu gehen. Unsere Firma hat in Europa gerade ein neues Transport Management System ausgerollt, welches nun auch in Amerika ausgerollt werden sollte. Diesen Rollout sollte ich leiten, begleiten und treiben. Was noch viel spannender war, es sollte nach Ontario, Los Angeles, California gehen!

 

In den nächsten Tagen folgten weitere Telefonate und Absprachen.

Ende Dezember, in einem Call, hieß es dann auf einmal, dass es doch nicht Kalifornien sein soll, sondern wieder Chicago Area. Da wir uns schon so auf Kalifornien gefreut hatten, war die Nachricht für uns erschütternd. Obwohl wir uns eigentlich auf Amerika freuen konnten, war die Nachricht dennoch ernüchternd. In den nächsten Calls ging es um die letzten Absprachen zum VISA für Svenja, Klärung des Umzugs etc. Wir hatten uns bereits darauf eingelassen, dass es doch wieder Chicago sein wird. Immerhin kennen wir hier schon den Standort, die Leute, Freunde und die Umgebung. Mittlerweile war Weihnachten und wir hatten uns zum nächsten Call für Anfang Januar verabredet um den finalen Vertrag durchzugehen.

Da wir Weihnachten auch seit längerem mal wieder mit unseren Familien zusammen kamen, haben wir auch hier die Überraschung gelüftet. Meine Geschwister fanden es spannend und haben sich mit uns gefreut, auch wenn sie es in der aktuellen Situation für sehr gewagt hielten.

 

Los Angeles oder Chicago Area?

Endlich war Januar und der nächste Call stand an, um die finalen Dokumente zu zeichnen.

Plötzlich sagte die HR Kollegin, dass sie das Thema "Standort" noch einmal angesprochen hat und ich mich nun doch entscheiden kann, ob wir nach Kalifornien oder Chicago wollen. Ich fiel aus allen Wolken und hatte ein MEGA Grinsen auf den Lippen. Bevor ich das jedoch sofort bestätigte, sagte ich ihr zu, dass ich mich am nächsten Tag dazu noch mal melden werde. Svenja kam gerade von der Arbeit nach Hause, als ich ihr die Neuigkeit bereits entgegen schrie :-D Für uns war es direkt ein Geschenk Gottes. Bevor wir jedoch zusagten, rechneten, wir schnell noch einmal alles durch, ob das Budget auch für Los Angeles reichte. Man muss wissen, dass Kalifornien etwa 30% teurer, als die Chicago Area, ist. Am nächsten Tag haben wir die Entscheidung mitgeteilt, sodass der Vertrag nun ENDLICH mit der neuen, korrekten Adresse finalisiert werden konnte.

Am Montag lag dann der unterschriebene Vertrag im Büro bereit und wartete auf meine Unterschrift.

Mit allen Unterschriften ging der Vertrag dann zur Anwältin, die die Dokumente für das Visum zusammenstellen sollte. Ab hier begann dann wieder das warten auf Rückmeldung von Dritten. Nach einigem hin und her und Korrigieren einiger Dokumente, lagen dann alle Dokumente für die Visabeantragung vor.

 

US Visum

Wer denkt, ein U.S. Arbeits- / Investorenvisum zu bekommen  ist einfach und mal eben gemacht, hat sich geirrt. Für den tatsächlichen Visumsantrag müssen zunächst einige offizielle Formulare der U.S. Botschaft ausgefüllt werden. Was das Thema Bürokratie angeht, können die Amerikaner gut in der deutschen Liga mitspielen.

Hierzu zählt zum Beispiel das DS-160 Dokument. Hier geht es bereits um mehr oder weniger alle Themen, die Botschaften bei allen Visaanträgen wissen wollen: Infos zur Person, Schulbildung, Ausbildung, Studium, deine letzten 5 Jobs, bereiste Länder, und und, und.

 

Bürokratie

Nachdem dann alle Formulare ausgefüllt und eingereicht sind, kann man sich auf der offiziellen Seite der Botschaft registrieren, auf der natürlich auch noch mal einige Informationen abgefragt werden. Erst nach dortiger Bestätigung und Bezahlung des Visums (was man zu dem Zeitpunkt natürlich noch lange nicht hat und auch bezahlen muss ,wenn das VISA abgelehnt wird), kommt man zu einem Kalender, in dem man die noch möglichen und freien Termine einsehen und buchen kann. Der Termin, den man hier bucht ist, zum persönlichen Vorsprechen bei der U.S. Botschaft in Deutschland. Dass kann z.B. in Frankfurt oder Berlin sein.

 

Wie sollte es auch anders sein, gab es wieder Komplikationen. Mit der Neuwahl und der neuen Regierung in den USA gab es neue, schärfere und andere Regularien für die Non-Immigrant Visa. Immerhin hatte sich die Botschaft gemeldet und Bescheid gegeben, dass wieder neue Bescheinigungen und Nachweise notwendig waren. Bis diese erneut ausgestellt waren, ist wieder einmal eine Woche vergangen.

 

Buchung eines Botschaftstermin inklusive der National Interests Exception

Nachdem dann alle neuen Dokumente übermittelt wurden, bekamen wir endlich die Nachricht, dass wir auf der Seite der Botschaft einen Notfalltermin auswählen können (mit Hilfe der National Interests Exception, die seit der Pandemie für eine Einreise benötigt wird).Wie sollte es auch anders sein, als wäre die Situation nicht eh schon spannend genug gewesen, gab es auch dieses mal wieder Komplikationen.

Nach dem einloggen und das Klicken auf dem Terminplaner verschwanden auf einmal unsere VISA Anträge aus der Übersicht. Es kam bei der Auswahl eines Termins immer wieder die Fehlermeldung, dass keine passende Situation vorliegt, um den Termin auszuwählen. Nach 30 min. in der Hotline der Botschaft, erreichte ich endlich einen Mitarbeiter, der ganz trocken antwortete: "Für was wollen sie denn einen Termin buchen? Ihren VISA Antrag haben sie doch storniert!" Wiedermal fiel ich aus allen Wolken und war kurz sprachlos. Ich erklärte, dass dies natürlich nicht der Fall war und wir erst vor 1 Stunde die Info bekommen haben, dass der Antrag genehmigt wurde und ich jetzt den Termin buchen wollte.

Der Customer Service Agent konnte hier nicht weiterhelfen und sagte nur, dass er den Fall weitergeben wird. Allerdings könnte eine Prüfung 4-5 Tage dauern! Das war das nächste große Problem. Denn der Termin musste innerhalb von 48 Stunden ausgewählt werden, ansonsten verfällt der Notfalltermin.  Es war Donnerstag und wie wir alle Wissen arbeiten Behörden und auch die Amerikanische Botschaft nicht am Wochenende.

Ich erklärte dem Kollegen den Zeitdruck und bat ihn, erneut zu prüfen. Er verstand die Situation, sagte aber nur, dass er das gleich direkt mit seinem Vorgesetzten besprechen wird.

Es blieb mir nichts übrig, als ihm zu glauben und zu hoffen, dass er sich gleich wieder melden wird. 10 Minuten später, wie ein Wunder, bekam ich eine E-Mail, dass meine Termin, den ich nicht gebucht hatte, bestätigt wurde. :D

Anscheinend gab es wirklich ein Problem im System, sodass die Kollegen von der Botschaft jetzt einfach manuell einen Termin für den folgenden Dienstag gebucht hatten und mir die Bestätigung direkt zugeschickt hatten.

Endlich stand es fest, dass wir einen Termin hatten. Jetzt konnte eigentlich nichts mehr schief gehen. Wenn wir uns nicht ganz doof anstellen würden, wird uns das VISUM ausgestellt.

 

Amerikanische Botschaft

Der Botschafts-Termin stand dann kurzfristig und vier Tage später vor der Tür. Svenja nahm sich für den Tag Urlaub, bei ihr auf der Arbeit wusste natürlich noch keiner etwas von unseren Plänen. Wir hatten nur das Wochenende zur Vorbereitung. Am Dienstagmorgen war bereits der Termin. Wir haben uns vorher schlau gemacht, was dort von uns abgefragt werden könnte und uns dementsprechend vorbereitet. In erster Linie ging es natürlich um mich und meinen Job. Aber auch Svenja könnte einiges zu ihren Absichten dort oder auch zu vergangenen Jobs ausgefragt werden. Deshalb entschieden wir uns dazu, unseren kompletten Lebenslauf auswendig zu lernen. Den Montag vor unserem Termin fuhren wir schon mal nach Frankfurt, um die Nacht in einem Hotel zu verbringen. Uns war es zu unsicher, dass wir morgens gut auf der Autobahn durchkommen würden. Als wir in Frankfurt ankamen, holten wir uns noch schnell etwas zu essen ins Hotelzimmer und legten uns mit den Unterlagen ins Bett. Ich weiß nicht, wann wir das letzte Mal so aufgeregt waren!

Am nächsten Morgen ging alles ganz schnell. Wir waren eine halbe Stunde vor unserem Termin bei der Botschaft, wo wir ein Glück sogar zu Fuß hingehen konnten.  Wir waren die ersten dort! Nach und nach trudelten auch noch andere Menschen ein, die Schlange wurde immer länger. Als wir endlich eingelassen wurden (man wartet draußen und es geht nur nach der Reihe rein), wurde zuerst eine Sicherheitskontrolle, ähnlich wie im Flughafen, gemacht. Danach kamen wir zum ersten Schalter, wo wir unsere mitgebrachten Unterlagen vorzeigen mussten. Dort wurde noch nichts persönliches gefragt, lediglich die Dokumente geprüft.

Danach ging es zum nächsten Schalter und damit zum gefürchteten Interview. Letztendlich war es aber halb so schlimm. Wie erwartet wurde vor allem Ich zu meinem Job befragt. Ich war bestens vorbereitet und konnte alles ohne zu überlegen, beantworten. Svenja hingegen wurde kaum etwas gefragt. Am Ende bekamen wir die schnelle Antwort, dass alles genehmigt wurde und wir unsere Reisepässe dort lassen sollten und in den nächsten 2 Wochen zugeschickt bekommen.

Wir machten uns danach noch einen schönen Tag in Frankfurt wohnt und holten uns zunächst einmal ein verdientes Frühstück in der Stadt. So ein aufregender Tag, der alles für uns verändern sollte!

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Svenja & Alex

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