MINIMALISMUS

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Bedeutung

Minimalismus - Was bedeutet das eigentlich?

Definition von Oxford Languages: Bewusste Beschränkung auf ein Minimum, auf das Nötigste.

 

Minimalismus gibt es in vielen Bereichen, eben auch in der Kunst oder Architektur.

 

Nachdem wir während eines Fluges auf die Malediven, eine Reportage über Minimalismus gesehen hatten, haben wir uns viele Gedanken zu dem Thema gemacht und gemerkt, dass wir alle viel zu viel Zeug rumstehen haben. Das betrifft zum einen materielle Dinge im Haushalt, aber auch Kleidung und Alltagsgegenstände.

 

Dabei bedeutet es nicht, immer nur wenig zu haben, sondern manchmal auch einfach gute Qualität zu kaufen, anstatt häufig billig oder qualitativ minderwertige Gegenstände zu konsumieren. Man sagt nicht umsonst: "Wer billig kauft, kauft und zahlt doppelt".

 

Neuer Lebensstil?

Also haben wir uns dazu entschieden diesen neuen Lebensstil einzuschlagen.

Sich damit zu beschäftigen, was man wirklich an materiellen Dingen benötigt, was man sich neu kauft und was man dann mit den alten Sachen macht, das ist für uns zu einer neuen Herausforderung geworden. Aber insbesondere durch einen Umzug oder Auswanderung, bei dem man sich ganz genau überlegt welche Gegenstände man benötigt und mitnimmt, ist der Start in ein minimalistisches Leben einfacher.

 

Für jeden etwas?

Ich denke, jeder der sich mit dem Thema beschäftigt, wird unterschiedliche Ansichten haben. Denn Minimalismus ist nicht gleich Minimalismus. Gerade in der heutigen Zeit ist es schon zu einem neuen Trend geworden, die eigenen vier Wände so strukturiert und einfach wie möglich zu halten.

 

Wir wollten nicht bloß mit einem Strom mit schwimmen und uns direkt in das Thema reinstürzen.

Viel mehr haben wir überlegt, was das Thema für uns ganz konkret bedeutet und wie weit wir gehen wollen.

 

Wir waren nie die großen Sammler von z.B. Deko Artikeln oder anderen Gegenständen.

Und dennoch häufen sich Dinge im Haushalt, die man vielleicht zum 2. Mal geschenkt bekommen hat, Fehlkäufe im Shoppingrausch oder einfach Lebensmittel, die für schlechte Zeiten in den Schränken liegen.

 

Anfang

Wir haben uns zunächst dafür entschieden (auch schon deutlich früher und nicht erst vor der Auswanderung), uns unsere Kleiderschränke genauer anzusehen. Denn hier lagern tatsächlich einige Schätze, gerade bei mir (Svenja), auch einiges an Secondhand, was leider schon viel zu lange nicht mehr herausgeholt wurde.

Für Alex war die Sache klar, er nahm sich seine untersten Pullover und die hässlich karierten Hemden heraus und war quasi schon fertig.

Für mich ist das Ganze schon etwas schwieriger. An einigen Kleidungsstücken kleben Geschichten und Erinnerungen. In einige passe ich (gerade) nicht mehr rein- aber was nicht ist, kann ja noch werden?!

Und überhaupt, zumindest zu Hause kann ich ja alles noch tragen.. Oder etwa nicht?

 

Genau hier fing es bei mir an zu rattern. Wenn ich es schon eine ganze Weile nicht mal mehr zu Hause getragen habe, warum dann noch aufbewahren?

Geholfen hat mir auch die Frage nach der Qualität. Denn wenn wir mal alle ehrlich sind, gibt es doch nichts schöneres, als in ein weiches, angenehm auf der Haut liegendes Kleidungsstück zu schlüpfen.

Ich habe mir bisher kaum Gedanken um das Material gemacht, merke aber doch, dass ich am liebsten zu den organischen Stoffen in meinem Schrank greife und die synthetischen lieber liegen lasse.

 

Dadurch kaufe ich mittlerweile viel bewusster ein und schaue genau auf das Etikett, bevor ich etwas neues kaufe.

Qualität hat seinen Preis, ja. Aber ich möchte mittlerweile lieber weniger aber dafür hochwertige Kleidungsstücke besitzen. Nur noch Lieblingsstücke, die alle regelmäßig benutzt werden.

 

Auch vor dem Umzug und zusammenpacken unserer Möbel konnten wir noch einiges Aussortieren. Wir entschieden, uns auch erst einmal keinen Fernseher mitzunehmen, um die freie Zeit auch wirklich sinnvoll zu nutzen und nicht vor dem TV zu hängen. Auch einige Möbelstücke, die einfach nur im Weg standen und keinen wirklichen funktionellen Zweck erfüllten, wurden verkauft oder verschenkt. Dies resultierte am Ende auch darin, dass die Umzugshelfer fragten, wo wir denn den Rest bereits hin gepackt haben und scherzten, dass sie Freitags immer wieder gerne für uns einen Umzug machen würden. Sonst sehen ihre Wochenende wohl deutlich anstrengender aus. ;-)

Für uns bedeutete es das Zurücklassen von Ballast, der keinen besonderen Sinn und Zweck erfüllte, Freiheit!

 

Ankommen in den USA

Angekommen in den USA wohnten wir zunächst 6 Wochen im Apartment Hotel. Hier hatten wir unsere 4 Koffer und 2 Handgepäckkoffer und eine voll ausgestatteter Küche. Hier viel es uns leicht ohne weitere Dinge aus unserem Container zu wohnen.

Als wir nach 6 Wochen unser eigenes Apartment bezogen, gingen wir davon aus, dass der Container bis dahin planmäßig geliefert wird. Leider war dem nicht so. Der Container war zwar bereits in L.A. im Hafen angekommen, jedoch kann sich das Verzollung mehrere Wochen hinziehen, was wir nicht wirklich eingeplant hatten. Um in unserem angemieteten Apartment, welches nur eine Einbauküche enthielt, zumindest schlafen zu können, kauften wir spontan am Tag des Einzugs ein Gästebett welches wir sowieso kaufen wollten und einen Schreibtische an dem Alex im Stehen arbeiten konnte, und ein vierteiliges Besteckset bei Ikea. Denn die Küche war nicht ausgestattet und auch sonst gab es nichts in der Wohnung.

 

Wir sind jetzt bereits seit zwei Wochen in diesem Zustand in unserer Wohnung leben aktuell gezwungener Maßen einen minimalistischen Lebensstil wie ihn vermutlich nicht mal die Hardcore Minimalisten unter euch leben würden :-D

Wir kommen damit super klar, manchmal nervt es jedoch und wir sind mehr als froh wenn unsere Sachen aus dem Container endlich geliefert werden. Die Tatsache, dass wir gemerkt haben, auch mit deutlich weniger klar zu kommen, wird sicherlich dazu führen, dass wir unsere Sachen, wenn sie geliefert werden, nochmals aussortieren werden und einiges hier via Kleinanzeigen weiterverkaufen werden.

 

Einleben in den USA

Sobald unser Container mit all unseren Sachen hier ist werden wir weiter berichten!

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Svenja & Alex

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