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MEXIKO

Wir haben unsere erste Mini-Kreuzfahrt ab Alabama in Richtung Mexiko gestartet. Das Ganze ging 4 Tage mit der Reederei Carnival.

Ich glaube, wir waren die einzigen Deutschen auf dem Schiff, da es eine amerikanische Reederei ist und das eher eine typische Tour für Einheimische ist.Das war für uns gar kein Problem, wir konnten schnell nette Bekanntschaften während unserer Reise knüpfen. Wir hatten 3 komplette See-Tage und jeweils einen Tag auf der Insel Costa Maya und Cozumel.

- Seetage -

Wir genossen unsere erste Kreuzfahrt und alle Annehmlichkeiten die man hier so bekommen kann. Wir hatten uns ein Getränkepaket dazu gebucht, sodass es in Summe dann ein All-Inklusive Urlaub auf dem schiff war. Es gab auf dem Schiff einen Bereich, nur für Erwachsene, mit eigener Poollandschaft und Bars, wo keine Kinder im Pool waren und man wirklich seine Ruhe hatte ;-) Für die, die schon mal auf Kreuzfahrt waren, wissen wie laut es sonst am Pool auf dem Hauptdeck ist. Auch sonst fand man alles auf dem Schiff was man sonst in einer kleinen Stadt findet. Casinos, Friseur, Geschäfte, Theater, Kino, Bars, Discos und vieles mehr. Auf so einem Schiff kann man es schon ein paar Tage aushalten. Wir sind von Mobile, Alabama aus gestartet und gefühlt stündlich wurde es ein oder 2 Grad wärmer. Wir kamen der Karibik immer näher.

 

- Costa Maya -

Auf Costa Maya haben wir bereits vorab eine geführte Tour gebucht, um uns einen schönen Strand anzusehen und zu relaxen. Ein im Preis inbegriffenes Taxi brachte uns an den Strand und wir genossen das warme, glasklare Wasser bei einigen Cocktails, die ebenfalls inklusive waren.

 

Da dies unsere erste Kreuzfahrt und unser erste Landgang war hatten wir uns vorab noch nicht viel damit beschäftigt. Wir haben einfach den ganzen Tag am Strand gelegen und haben uns abends auf dem Rückweg noch die Strandpromenade und die vielen Souvenirläden angeschaut und haben auf dieser Reise viel mehr das Ambiente und die Zeit auf dem Schiff genossen als auf der Insel.

 

- Cozumel -

Angekommen auf Cozumel legte unser Schiff am Hafen Puerta Maya an.

 

Für den nächsten Ausflug planten wir eine eigene Tour und beschlossen, uns ein Auto zu mieten. Erwartet aber nicht die gleichen Standards wie in Deutschland. Leider war der 5. Gang unseres Autos kaputt, es hatte keine Klimaanlage und auch sonst hatten das Auto seine besten Tage bereits hinter sich.

Wir hatten damit allerdings keine Probleme und es machte uns großen Spaß, den Tag selbst gestalten zu können. Wir haben uns zuerst  alte Maya Ruinen angeschaut und staunten über die alte Architektur und die Bauten, die heute noch im Jungle Mexikos zu finden sind.

 

Danach ging es weiter, mit dem Auto einmal um die ganze Insel. Zum Abschluss zog es uns noch an den Strand und wir suchten eine geeignete Stelle, um zu Schnorcheln. War gar nicht so einfach, denn an den meisten Buchten standen Restaurants und Bars, die Geld verlangten, wenn man den Strandabschnitt nutzen wollte.

Wir fanden schließlich ein schönes Fleckchen. Das Wasser war super klar aber etwas steinig. Wir behielten einfach unsere Schuhe an und gingen damit ins Wasser.

 

Was dann passierte, werde ich gleich erzählen. Mittlerweile können wir darüber sehr gut lachen und haben keine Probleme, es zu erzählen ;)

Mir (Svenja) wurde irgendwann kalt im Wasser und ich bekam Hunger. Ich überredete Alex dazu, langsam aufzubrechen und zurück zum Schiff zu fahren.

Wir wussten zu diesem Zeitpunkt nicht genau, wann das Schiff wieder ablegen würde bzw. zu welchem Zeitpunkt alle Passagiere wieder an Bord sein sollten. Wir hatten gedacht, es würde die selbe Uhrzeit, wie am Vortag sein.

Also fuhren wir mit unserem Auto noch gemütlich zur Tankstelle, hatten nur noch knapp 4 Dollar in der Tasche, womit wir vollgetankt haben (!) und fuhren dann zurück zur Mietwagenstation. Als wir den Parkplatz sahen, stand ein Mann dort fuchtelnd, wedelnd oder auch tanzend - man wusste es nicht genau. Wir dachten erst er freut sich das wir kommen und will uns einfach nur begrüßen. Aber dann wurde er hektischer und wir waren verunsichert und fuhren auf ihn zu. Er schrie um sein Leben mit gebrochenem Englisch, dass unser Schiff jede Minute ablegen würde und wir noch genau 5 min hätten, bevor sie ohne uns ablegen würden. Das war ein Schock. Wir hatten ungefähr 1,5 km bis zum Steg. Der Mietwagenhändler rief nur RUN, RUN, RUN!  Wir rannten um unser Leben und hörten schon das Schiffhorn 3 mal blasen (dass passiert normalerweise wenn das Schiff auslauft und den Hafen verlässt). Wir bekamen Panik! Als wir zwischen den Häusern um die Ecke auf den Steg liefern, der auch noch mal knapp 500 Meter lang war und das Schiff noch sahen, konnten wir erkennen, dass alle Passagiere oben auf der Rehling standen, zu uns schauten und jubelten. Wir hatten Glück, dass Schiff war noch da! Alle Leinen waren schon los, aber die Kapitänsklappe unten war noch ausgeklappt, sodass wir gerade noch draufspringen konnten mit den letzten Besatzungsmitgliedern die auf uns warteten.

Das war eine Szene für die Götter, sage ich euch! Meine Schuhe quietschten, da sie klitschnass waren und meine Boobies sprangen in alle Richtungen - natürlich hatte ich meinen Bikini im Auto gegen ein lockeres Top tauschen müssen- ausgerechnet heute!

Das Ende vom Lied war dann, dass ein Schiffsmitarbeiter vor dem Schiff stand, unsere beiden Reisepässe in der Hand (die hatte er vorher aus unserem Tresor geholt) und sagte, dass wir wirklich in der allerletzten Sekunde gekommen wären. Glück gehabt!

Den restlichen Abend verbrachten wir dann überwiegend im Zimmer, um uns die Blicke zu ersparen.. Jetzt kannte uns jeder auf dem Schiff!

 

Seit diesem Zeitpunkt wissen wir was die wichtigsten Dinge sind, bei man sich Tag für Tag auf einer Kreuzfahrt merken muss: Die Boarding Time und Ablegezeit des Schiffes!

 

Den darauffolgenden letzten Seetag nutzten wir, um zu entspannen, typisch amerikanische Leckeren zu essen und die Aussicht auf dem Ozean zu genießen.

 

Ansonsten bietet Costa Maya gerade für Aktivitäten im Wasser viele verschiedene Möglichkeiten und wird  vor allem für seine traumhaften Tauchersports (insgesamt mehr als 20 schöne Taucherplätze) geschätzt und ist sowohl für Erfahrene als auch für Einsteiger geeignet. Besonders beliebt sind aber auch Partys in Strandclubs und Bars direkt am Wasser.

Hier gibt es wunderschöne, weiße Sandstrände und unter Wasser sind 60 verschiedene Steinkorallenarten und 500 Fischarten beheimatet. Hier gibt es jede Menge zu sehen, denn beinahe die ganze Insel ist von Korallenriffen umgeben.

Der blau-weiße  Korallen-Krötenfisch beispielsweise ist nur hier in diesem Teil der Karibik zu finden, was Unterwasser-Liebhaber aus der ganzen Welt anlockt. Er lebt in der Nähe der Korallenriffe und wartet dort auf seine Beute. Aber auch Schildkröten verschiedener Gattungen wie die Grüne Schildkröte oder die Lederrückenschildkröte können hier gesichtet werden.

 

Auf Cozumel leben ca. 79.000 Menschen und der Hauptort nennt sich San Miguel de Cozumel.

Die Fläche hier beträgt 477,85 km2, damit ist Costa Maya neben den Inseln Isla Tiburón und Isla Ángel de la Guarda die drittgrößte Insel ganz Mexikos.

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Svenja & Alex

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