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KARIBIK

Honeymoon - Wir kommen!

 

Als Hochzeitsreise wollten wir uns absoluten Luxus und Verwöhnung gönnen und gleichzeitig etwas neues von der Welt und verschiedenen Regionen und Kulturen erleben. Hierfür ist eine Kreuzfahrt in der Karibik eine super Möglichkeit.

 

Hätten wir gewusst, dass das einmal unser letzter richtiger Urlaub vor einer Pandemie werden würde, hätten wir den Urlaub vermutlich noch mehr ausgekostet und uns noch mehr Ausflüge und Touren auf den Inseln gegönnt…

 

Seit unserer ersten Kreuzfahrt in der westlichen Karibik (Mexiko) haben wir uns in diese Art von Reisen verliebt. In der östlichen Karibik gibt es natürlich noch viel mehr Inseln, die vom Namen her schon so exotisch und schön klingen, dass man es kaum erwarten kann, sie zu erobern.

 

Unsere 15 tägige Tour beinhaltete folgende Karibische Inseln: Barbados, Antigua, Dominica, St. Lucia,  Grenada, Curacao, Bonnaire, Aruba, Dominikanische Republik, Martinique und wieder zurück nach Barbados.

 

Wir haben auf den meisten Inseln bereits vorab oder dann auf dem Schiff, geführte Touren gebucht, um in der kurzen Zeit auf den Inseln möglichst viel zu sehen. Wir haben jedoch auch  2-3 Inseln auf eigene Faust erkundet. Manchmal mit Taxi und manchmal mit Bus. Generell sollte man sich vorher bereits zu den Inseln informieren und schauen was es wo zu sehen oder zu erleben gibt. Denn wenn man das erst am Morgen beim Anlegen im Hafen beim Frühstück macht, ist man meist bei der Menge an Angeboten überfordert oder die meisten Dinge sind bereits ausgebucht. Daher am besten bereits vor der Kreuzfahrt Infos zu den Inseln und Sehenswürdigkeiten zusammensuchen und planen, auf welcher Insel man welches Abenteuer erleben möchte.

Da wir seit den Malediven begeistert vom Tauchen und Schnorcheln sind, haben wir in Summe 5-6 Schnorcheltrips gebucht. Meist in Kombination mit anderen Sachen wie Inselrundfahrt, kleiner Wanderung oder Katamaran-Fahrt an der Küste entlang.

 

Alle Inseln haben etwas Besonderes und etwas, an das wir uns gerne zurückerinnern. Wenn wir uns von den 10 Inseln eine aussuchen müssten, welche wir am schönsten fanden, wäre das vermutlich Bonnaire mit der vorgelagerten Trauminsel "Klein Bonnaire". Die Insel ist auch eine der kleinsten Inseln, die wir besucht haben und ist vom Stil her eine typische holländische Insel. Aufgrund ihrer Vergangenheit mit der Niederländischen Krone, sind die Inselbewohner eher europäisch und können sogar sehr gut Deutsch verstehen.

 

Um euch zu den jeweiligen Inseln ein Einblick zu geben fassen, findest du zu den Inseln ein paar Dinge, die sie ausmachen und was wir dort erlebt haben.

 

- Barbados -

Barbados war unser Start und Zielhafen. Wir sind also mit dem Flugzeug hergekommen und auch von hier wieder abgeflogen. Für alle, die überlegen diese Tour zu machen, empfehlen wir nicht hier zu starten, sondern am zweiten Startpunkt der auf der Tour möglich ist, in La Romana auf der Dom.-Rep. Warum? Barbados ist tatsächlich viel zu schön, um diese Insel als "Start und Ziel" Insel zu nutzen. Was man bei Kreuzfahrten wissen muss, dass man auf der "Start und Ziel" Insel aufgrund der meist fixen Flüge und Terminierung, bis man auf dem Schiff bzw. wieder beim Flieger sein muss (meist sogar direkt mit einer Buslinie verknüpft), keine Zeit bleibt diese Insel zu bereisen /erkunden. Da Barbados am weitesten im Atlantik liegt und hier hohe Wellen abbekommt, bietet die Ostküste eine super Möglichkeit zu surfen. Das werden wir hoffentlich beim nächsten Besuch abhaken.

 

- Antigua - 

Auf unserer zweiten Insel haben wir uns zunächst zu Fuß auf den Weg gemacht und uns den kleinen Hafenort angeschaut. Wir gingen durch die Straßen, sahen kleine Salamander an den Hauswänden klettern, Kinder, die gerade Schulpause hatten und auf dem Schulhof tobten.

Wir fanden einen kleinen Friedhof mit einer Kirche und suchten im Inneren nach Abkühlung.

Die Sonne brannte schon vormittags unglaublich auf der Haut und wir sehnten uns nach einer Erfrischung. Wir liefen zurück zum Hafen, wo auch unser Schiff angelegt war und suchten nach einem Taxi , dass uns direkt zu einem wunderschönen Strand bringen sollte. Die Fahrt dauerte nur ein paar Minuten und wir waren an einem traumhaften Strand mit türkisem Wasser und ein paar Strandbars. Absolutes Karibikfeeling. Wir machten es uns hier gemütlich. Der Strand war überhaupt nicht voll und wir hatten unendlich viele Möglichkeiten, das perfekte Plätzchen zu suchen. Diesen Nachmittag verbrachten wir dann nur noch mit Sonnenbaden und schwimmen im Meer.

 

Übrigens die Einwohnerzahl beträgt hier ca. 97.000 Menschen. Antigua ist ein unabhängiger Staat innerhalb des Commonwealth, der aus den Inseln Antigua und Barbuda entstanden ist.

Man sagt, Antigua hat genau 365 Strände, so das man ein ganzes Jahr jeden Tag einen anderen Strand besuchen müsste, um jeden einzelnen davon zu entdecken.

 

- Dominica - 

Auf Dominica hatten wir für Mittags unsere erste geführte Tour gebucht. Nach unserem Fruchtstück haben wir den morgen bereits auf der Insel zu Fuß verbracht und haben einen Obst und Gemüse Markt erkundet und sind durch die kleinen Strassen gelaufen.

Kurz vor Mittag trafen uns alle an einem Sammelpunkt auf unserem Schiff, bis es dann endlich als geschlossene Gruppe mit einem Tourguide nach draußen ging, wo schon zwei große Geländefahrzeuge auf uns warteten. Allein die Fahrt war ein riesen Abenteuer! Die Fahrzeuge waren komplett offen, es gab nichts zum anschnallen und so saßen wir mit ca. 8 weiteren Personen hinten auf der Ladefläche und fuhren durch die Wildnis und Berge von Dominca. Es ging sehr steil hinauf durch Wald und Jungle und der Geländewagen hatte so seine Probleme, denn an jeder Steigung rollten wir wieder einige Meter nach unten, während der Fahrer versuchte, den Gang zu wechseln. Wir hatten aber die gesamte Zeit das Gefühl, dass der Fahrer wusste, was er tat und hatten eine Menge Spaß mit den anderen Teilnehmern.

Unser erster Stopp war an einem Wasserfall, welcher sich in einer Höhle befand. Wir haben uns alle umgezogen (gab kleine Mini Kabinen) und haben Schwimmwesten bekommen. Wir sind dann in das eisig kalte Wasser am Höhleneingang gestiegen. Dann ging es als gesamte Kolonne rein in die Felsschlucht. Die Tourguides schwammen mit Taschenlampen vorweg. Die Felsspalte durch die wir schwammen war unter uns 20 m tief. Alex hatte sein Handy zum filmen mit. Ich hatte riesen Angst, dass wir es verlieren könnten. Ein Glück konnte er es die ganze Zeit festhalten. Wir legten einen kurzen Zwischenstopp ein und konnten uns an einem kleinen Felsspalt festhalten.

Dann ging es weiter, die Hälfte war bereits geschafft. Als wir angekommen waren wurde das Wasser flacher und wir konnten stehen. Hier wurden wir mit einem wunderschönen Wasserfall belohnt. Jeder der wollte, konnte sich an den Felsen hochziehen und vorsichtig zum strömenden Wasser hinbewegen. Alex gehörte zu den Mutigen und stellte sich ganz nah an den Wasserfall, sodass er seine Hand darunter halten konnte. Wir machten Fotos und genossen den Anblick. Nach kurzer Zeit ging es dann auch schon wieder zurück. Wir schwammen den gleichen Weg durch die dunkle Höhle wieder hinaus.

Für die Filmfans unter euch: In der "Titou Gorge" Felsspalte wurde ein Teil von Fluch der Karibik gedreht!

 

Nach dem Abtrocknen und Umziehen führten uns die Geländefahrzeuge zum zweiten Stopp. Wir haben uns ein Gebiet angeschaut, in dem es heiße Schwefelquellen gibt. Überall blubberte es und Rauch stieg auf. Der Geruch erinnerte wirklich an faule Eier und war sehr extrem. Es war super interessant, dieses Phänomen anzusehen.

 

Zum Sonnenuntergang fuhren wir noch auf einen der höchsten Punkte der Insel um unser Schiff in der Dämmerung leuchten zusehen, selbstgebackendes Rosinenbrot und dazu einen selbst gebrannten Rum (den es übrigens auf jeder Tour in der Karibik gibt) zu genießen. Ein aufregender Tag ging zu Ende.

 

Übrigens, Dominica hat eine Fläche von 750 qkm, ist 23 km breit und 49 km lang. Es gehört zu den kleinen Antillen in der östlichen Karibik. Die Währung ist der Ostkaribische Dollar (XCD). Die Inselbewohner (Patwa) sprechen neben Englisch auch noch Antillen-Kreolisch.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

- St. Lucia - 

Auf St. Lucia haben wir uns für eine geführte Schnorchel Tages Tour entschieden. Alex und ich lieben das Schnorcheln und Tauchen und überhaupt alle Aktivitäten, die im Meer stattfinden! Wir stiegen mit allen Teilnehmern auf einen Katamaran und schipperten zu einer geeigneten Stelle. Es war wunderschön, die bunten Fische und Meerestiere zu beobachten. Unsere Reiseführerin rief uns immer zu sich, wenn sie etwas besonderes unter Wasser gesehen hat.

Die Schnorchel und Zubehör gab es übrigens immer gratis beim Ausflug dazu, wenn man so eine Tour gebucht hat. Wir hatten allerdings immer unsere eigenen mit.

Natürlich dufte auf der Rückfahrt zum Hafen ein leckerer Rum und die passende Bob Marley Musik nicht fehlen. Diese Kombi war bei keiner geführten Tour wegzudenken und so wussten wir bereits am vierten Tag, was uns am Ende der Tour wieder erwarten würde.

 

St. Lucia's Hauptstadt ist Castries.

Die Küste ist 158 km lang und auf der Insel gibt es zwei inaktive Vulkane den Gros Piton und den Petit Piton für die die Inseln bekannt ist. Nach unserer Schnorchel Tour haben wir diese noch von unserem Katamaran aus gesehen.

 

 

- Grenada -

Angekommen auf Grenada haben wir ebenfalls eine geführte Tour gebucht.

Dieses Mal haben wir uns für eine Bustour zu zwei Wasserfällen entschieden. Um zu den Wasserfällen zu gelangen, mussten wir durch einen kleinen Urwald. Es war wunderschön und die Luft wahr sehr tropisch und feucht. Links und rechts standen immer wieder Menschen, die Dinge verkauften (kleine Wasserflaschen und Snacks), aber auch Leute, die süße Äffchen auf dem Arm hielten und eine Spende für ein Foto haben wollten.

Als wir den ersten Stopp machten, mussten wir noch einige Minuten durch den Jungle wandern um dann bei den Wasserfällen anzukommen. Hier gab es direkt noch eine Überraschung. Es gab einige einheimische Männer, die von den Wasserfällen sprangen und dafür hinterher von jedem, der ein Bild gemacht hatte, Geld verlangten. Wir waren perplex, da es uns niemand vorher sagte. Ich denke, das kann einem immer wieder passieren, gerade wenn man solche typischen Tourismus Touren bucht.

Nach diesem Stopp ging es mit dem Bus weiter zu einer schönen Sehenswürdigkeit aus alten Ruinen. Wir hatten von dort einen wunderschönen Blick bis zum Meer und konnten unser Kreuzfahrtschiff im Hafen liegen sehen. Ein super Foto-Spot.

Danach ging es weiter zum Meer. Wir waren dort für ein paar Stunden in einem Beach Club untergebracht, Toiletten und Getränk inklusive.

Den gesamten Nachmittag verbrachten wir dann im Meer und am Strand.

Anschließend brachte uns der Bus wieder zurück zum Schiff.

 

Übrigens,  die Hauptstadt von Grenada ist St. George's. Die Insel ist vulkanischen Ursprungs und hat sehr fruchtbaren Boden und bekannt für seine vielen Gewürze und Früchte die hier wachsen.

Grenada ist voller Berge und Gebirge, so ist der höchste Punkt (der Mount Saint Catherine) 840m hoch über dem Meeresspiegel.

 

 

- Curaçao -

Auf Curaçao haben wir uns zunächst auf eigene Faust die Stadt angesehen. Es ist echt Wahnsinn, wie bunt die Häuschen sind und wie niedlich die Stadt gemacht ist. Hier erinnert so vieles an die Niederlande, so wie man sie kennt.

Am Nachmittag haben wir wieder eine geführte Tour gebucht. Es ging raus zum Schnorcheln, mit Schildkröten. Wir waren total aufgeregt, wie das wohl sein mag, wie sich die Schildkröten verhalten, wie groß sie sein werden.

Der Strand selber war nicht besonders schön, es war ein Kiesstrand und unter Wasser lagen einige Fischkadavar von den lokalen Fischern, die hier ihre Boote liegen hatten.  Aber diese Gedanken waren innerhalb Sekunden wieder verflogen, als auch schon die erste Schildkröte vorbei schwamm. Sie freuen sich über die Überreste und ernähren sich davon.

Sie waren kein bisschen schüchtern und schwammen über und unter uns her, so als wären wir gar nicht da. Total süß zu sehen war ebenfalls, dass die Schildkröten alle paar Minuten an die Oberfläche mussten, um Luft zu holen. Dafür streckten sie nur kurz Ihren Kopf aus dem Wasser, schnappten nach Luft und tauchten sofort wieder ab.

Ich fand das so faszinierend, dass ich mir wünschte, den ganzen Tag hier bleiben zu können.

Nach dem Schnorcheln fuhren wir allerdings noch zu einem weiteren Strandabschnitt, wo wir uns an den Strand legen konnten. Dieser Strand war so wunderschön, wir haben uns wie im Paradies gefühlt. Der Traumstrand heißt Kenepa Grandi- Grosser Knip. Selbst im TV gab es diesen schon zu sehen. Der Recall von DSDS 2013 wurde hier am Strand gedreht.

 

Übrigens, Curaçao ist eine 444 km2 große Insel mit 160.337 Bewohnern. Die meisten Menschen hier sind die Nachkommen der früher versklavten Afrikaner und nur 6 % sind niederländischer Abstammung.

Curaçao gehört zu den ABC Inseln und bildet das C (Aruba, Bonaire und Curaçao).

 

 

- Bonnaire -

Bonnaire haben wir vor allem wieder unter Wasser entdecken können und so ging es für uns Vormittags mal wieder auf eine unserer geliebten Schnorchel Touren. Der Katamaran, mit welchem wir diesmal aufs offene Meer geschippert sind, hatte einen unfassbar lustigen Namen, den ich euch hier keinesfalls vorenthalten möchte. Es hieß : "Mushi Mushi". Ja kein Spaß, das war der Name und stand groß auf dem Segel.

Wir schipperten also los, hielten nach einer Weile an einer geeigneten Stelle und sprangen dann mit der Reisegruppe ins kühle Nass. Es war wieder ein Traum an bunten Fischen und Lebewesen unter Wasser. Hin und wieder begegnete uns auch ein Feuerfisch und ein Kugelfisch. Ich bin ja immer wieder total begeistert von den Tierchen, betrachte sie aber mit großem Respekt und noch größerem Abstand.

 

Nach der Tour und zurück am Schiff angekommen, erholten wir uns erst eine Runde und machten uns frisch. Uns reichte es an diesem Tag allerdings noch nicht an Action und so beschlossen wir, mit einem Taxi Boot auf die gegenüberliegende Insel "Klein Bonnaire" zu schippern. Diese Insel ist komplett unbewohnt und nur mit einem Boot zu erreichen. Die Fahrt dauert nur etwa 10 Minuten, man kann die Insel schon vom Bootssteg aus sehen.

Diese Insel hat etwas ganz besonderes, es gibt weder Toiletten noch Restaurants. Es ist wirklich Natur pur und dementsprechend sind die wunderschönen Riffe im Meer rund um die Insel noch sehr gut erhalten gewesen. Hier wird wirklich darauf geachtet, dass nichts verschmutzt wird. Hier haben wir auf Riesen Leguane gesehen und konnten die Natur an einsamen Stränden genießen.

 

Übrigens, auf Bonnaire leben ca. 18.000 Menschen und die Fläche beträgt 288 km2.

Die Hauptstadt der Insel ist Kralendijk (auf deutsch: Korallendeich).

Die Menschen dort sprechen hauptsächlich Papiamentu und Niederländisch.

Bonnaire ist vor allem auf den Tourismus angewiesen, die Unterwasserwelt zählt für Taucher zu den schönsten weltweit.

 

- Aruba -

Auf Aruba haben wir unsere Seele baumeln lassen, waren viel spazieren, haben unsere Sinne auf einem typisch einheimischen Gewürzmarkt freien Lauf gelassen. Wir sind immer wieder hin und weg, wie unterschiedlich die einzelnen Länder doch sind. Vom Essen angefangen, aber auch von den Düften, der Menschen, der Kleidung. Selbst die Polizei oder Müllabfuhr sieht speziell aus. Man geht durch die Gassen, vergisst, dass es immer noch die selbe Welt ist und lässt sich einfach treiben. Für uns gibt es an solchen Tagen oft keinen Anfang und noch weniger ein Ziel. Wir folgen den Gerüchen, den Sehenswürdigkeiten oder einfach nur einem wunderschönen Schmetterling, der vor uns her flattert. Aruba ist eine der reicheren Inseln und hat deutlich mehr "schicki-micki" als die anderen Inseln. Hier findet man auch Gucci, Prada, und weitere Luxusgeschäfte und kann mit kleinen Bötchen vom Hafen direkt ins Einkaufscenter fahren.

 

Es gibt ja auch die Sorte von Reisenden, die alles durchplanen, bestimmte Sehenswürdigkeiten unbedingt mitnehmen müssen und auch sonst einfach sehr strukturiert sind. Alex ist das Organisationstalent von uns beiden, hat sich aber mit den letzten Jahren auch sehr an mich angepasst. Ich fühle mich einfach frei, wenn ich keine to-do's habe, außer die, die mir mein Herz gerade vorgibt. Wenn ich an einer Stelle länger verweilen kann, einfach weil der Moment schön ist, genieße ich das. Das sind die Erinnerungen, die ich mit nach Hause nehme! Das ist es, was mein Herz erfüllt. Manchmal ist es nur ein nettes Lächeln der Einheimischen oder ein Fisch, der sich lustig im Wasser windet.

 

So haben wir uns auch hier auf der Insel einfach treiben lassen. Wir haben keine großen Sehenswürdigkeiten gesehen, sind dafür aber am Hafen entlang spaziert und haben den Abend im Whirlpool auf dem Schiff im Hafen verbracht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

- Dominikanische Republik -

Von der Dominikanischen Republik können wir kaum etwas erzählen. Wir hielten an einem nicht so schönen Hafen, der Fußweg zu netten Sehenswürdigkeiten war leider zu weit und so entschlossen wir uns erst gegen späten Nachmittag, uns ein Taxi in die Innenstadt von La Romana zu nehmen, um uns wenigstens diese einmal anzusehen.

 

Der Fahrer schaute uns ganz merkwürdig an, murmelte noch etwas von "Good luck", ehe wir ausstiegen. Ich verstand erst nicht wieso er das sagte, aber als wir die ersten Meter gingen, kam uns die Gegend sehr unsicher, dreckig und überhaupt nicht ansprechend rüber. Ich weiß gar nicht, was wir erwartet haben, allerdings kam uns in der ganzen Stadt nicht ein Tourist entgegen, was uns stutzig machte. Wir ernteten auch von den Einheimischen komische Blicke. Alle Häuser hatten Gitter um Ihre Fenster und Türen, was uns darauf schließen lies, dass diese Gegend wohl nicht besonders sicher sein könnte.

 

Ein paar Meter weiter, wir suchten mittlerweile verzweifelt den Ausgang der Stadt, kam ein Polizist über die Straße gelaufen, sagte uns auch noch einmal, dieses Mal aber deutlicher, dass dies kein guter Ort für Touristen sei und wir nun der Hauptstraße folgen sollten, um wieder in Richtung Hafen zu kommen.

Ich hatte die ganze Zeit ein super unsicheres Gefühl und war unendlich froh, als wir das Schiff dann zu Fuß wieder erreichten.

 

Versteht mich nicht falsch, die Dom.Rep hat wunderschöne Strände und sicher auch Städte, eben nur da, wo wir waren, hätten wir wohl besser nicht sein sollen. Letzten Endes ist aber auch rein gar nichts passiert, nur dieses unwohle Gefühl blieb.

 

Eventuell gab es auch deswegen auf dieser Insel nur Trips zum entfernten Strand und Tauchausflügen auf dem Meer. Die DomRep. Müssen wir jedenfalls nicht noch einmal sehen. Mit Sicherheit gibt es auch schöne Ecken in Resorts, weit ab von der realen Welt in den Dörfern auf der Insel, die abgelegen und direkt am Strand liegen.

 

- Martinique -

Angekommen auf Martinique haben wir uns morgens erstmal auf eigene Faust in die Stadt begeben. Auch hier konnte man wunderbar vom Hafen aus zu Fuß loslaufen. Wir haben uns die niedlichen Häuser und Gassen angeschaut und sogar eine Kirche von innen besucht. Überall blühte es und die Bäume und Gräser sahen so viel grüner aus, als wir es von Deutschland gewohnt waren.

Selbst aus einem verlassenen Häuschen am Straßenrand blühte es aus den Fenstern und aus dem Dach schienen die Zweige herauszukommen.

Nach einer Weile landeten wir in einem typischen Supermarkt. Wir holten uns etwas kühles zum trinken, eine Müllermilch, die sich Alex aussuchte. Wir lieben es ja, in den verschiedenen Ländern und Kulturen einzutauchen und uns dort von den Supermärkten und traditionellen Gerichten inspirieren zu lassen. Martinique war die europäischste aller Inseln die wir gesehen hatten. Martinique gehört zu Frankreich und dementsprechend hatten wir hier sogar über unser Roaming freies Internet auf der Insel.

 

Am Nachmittag hatten wir wieder - Überraschung - eine Schnorcheltour gebucht. Es sieht einfach vor jeder Küste wieder anders unter Wasser aus und wir sind immer wieder fasziniert. Auch hier wurden wir von der Artenvielfalt nicht enttäuscht.

Wir sind wieder in eine kleine Höhle getaucht in der sich eine Gruppe von Fledermäusen an der Decke befand und unter uns viele bunte Fische schwammen. Auch hier haben wir wieder Feuer und Kugelfische gesichtet.

 

- Seetage -

Nach Martinique hatten wir nur noch einen Seetag vor uns, bevor wir wieder auf Barbados ankamen. Die Seetage haben wir immer gut genutzt, um uns mit dem Schiff vertraut zu machen, natürlich viel zu Schlemmen, den Pool zu genießen und die Aussicht über das unendliche Meer zu bewundern.

Im Nachhinein waren wir nur traurig, dass wir nicht noch mehr von  Barbados gesehen haben.  Wir sind damals abends angekommen und wurden direkt auf das Schiff gebracht, bei der Abreise war es wenigstens hell aber mehr als den Weg vom Hafen bis zum Flughafen haben wir dann auch nicht sehen können. Ich denke Barbados wäre in Zukunft definitiv noch eine Reise wert.

Aber Vorsicht, uns wurde, zumindest von der Reiseleitung, erzählt, dass man hier keine Tarnfarben tragen sollte, da es darauf hohe Strafen gibt und vom Staat untersagt sind.

Also lasst besser das Camouflage-Hemd im Koffer ;)

 

Das war definitiv nicht unsere letzte Kreuzfahrt!